Gottlieb Duttweiler

Duttweiler schenkte die MIGROS mit 53 Jahren dem Schweizer Volk. An diese Schenkung knüpfte er einige Wünsche. So war es ihm ein Anliegen, dass über grosse Entscheidungen das Genossenschaftsvolk mitbestimmt und in der Genossenschaft Demokratie herrscht. Er wollte keine Macht ohne adäquate Kontrolle. Und Macht müsse man sich in einer Demokratie verdienen.Er forderte, die MIGROS solle mit ihrer Macht im Sinne des sozialen Kapitals agieren. Die Definition dazu lieferte er gleich selber. „Die Migros soll sich für die Schwachen einsetzen, und die Starken, welche ihre Macht missbrauchen, bekämpfen.“ Er forderte bereits vor sechzig Jahren, dass sich die MIGROS als vorbildlicher Arbeitgeber benimmt und er war für anständige Löhne, nicht zu verwechseln mit zu hohen Löhnen. Duttweiler entwarf ein ökologisches, soziales und wirtschaftliches Gedankengut, Jahrzehnte bevor dieses unter dem Begriff Nachhaltigkeit eine breite allgemeine Anerkennung fand.

Brückenbauer 30.Juli 1942

2 points

Hat vielleicht ein Verwaltungsrat der Migros jemals die Aussage von Herr Duttweiler im Brückenbauer vom 30.Juli 1942 schon gelesesn???
"Das Kapital unserer Gesellschaften soll stets für die Schwachen - das ist die grosse Mehrheit - gegen die Starken die ihre Macht missbrauchen, einstehen: gegen Truste, gegen gewalttätige Verbände, gegen alle Gewaltanwendungen des KAPITALS und KOALITION."

Wouw !! Warum will denn der VR immer mehr Macht??
Die ganzen Einkäufe von Migros (Denner mit Alkohol und Tabak, OBI, Globus usw.) sind sicher nicht im Sinne des Gründers Duttweiler.

ehertig's picture

:-) So ist es. Wir

1 point

:-) So ist es. Wir Genossenschafter haben gar nichts zu sagen -bis jetzt-! Es liegt an uns, das zu ändern!

Denn ich bin ein Mensch gewesen, und das heisst ein Kämpfer sein
(Johann Wolfgang von Goethe)

Gottlieb Duttweiler

3 points

Herr Duttweiler würde sich im Grabe drehen, wenn er sehen könnte, was aus seinem Lebenswerk geworden ist. Die heutigen Verwalter von "Duttweilerswerk", vergessen die Aufgaben einer GENOSSENSCHAFT. Die heutigen Verwalter arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie die privaten ABZOCKER, "WACHSEN und GEWINN, GEWINN usw." Das war nicht Duttweilers Ziel. Darum glaube ich auch, man muss zurück zum alten System und den Verwaltungsrat durch die Genossenschafter wählen lassen.

Initiative